Woche 2

Seit unserem ersten Treffen im Zoom-Gasthaus sind nun schon einige Tage vergangen. Ist etwas in dir nachgeklungen?

 

Ich habe den Sonntag für unsere Treffen gewählt, weil zum einen der Sonntag von der klassischen Fastenzeit ausgenommen ist. Ein Pause-Tag sozusagen. Zum anderen finde ich Sonntag geeignet, um sich auszurichten, eine Intention zu geben und die Themen in die Woche hineinwirken zu lassen.

Im Art Journal arbeiten


Nun, da du dein Art Journal “versaut” hast, kannst du ganz ungeniert darin schreiben, kritzeln und arbeiten. Du kannst dich abends (oder morgens) kurz hinsetzen, innehalten und was aus dir raus will, in deinem Reisetagebuch festhalten. Eine kleine Zeichnung, die du dich traust. Ein schönes Bild eingeklebt. Es muss weder schön, noch ordentlich sein.

Wann immer dir etwas einfällt, mutig oder nicht, notiere es dir. Schlag einfach eine Seite auf. Wenn dir Farben einfallen, male Farben hinein, die sich ansprechen oder sich mutig anfühlen. Wenn du keine Farben hast, probiere doch aus, dir aus Zeitschriften Schnipsel in deiner Farbe auszuschneiden und ins Art Journal zu kleben. Vielleicht lauter Blautöne? Oder Rot?

Nutze die Seiten bunt durcheinander. Keine Seite muss je fertig werden, sondern ist ein fortlaufender Prozess. Du kannst immer wieder zu Seiten zurückkommen, weiter malen oder Notizen ergänzen.


Hier ist ein kleines Video aus meinem Mut-Journal und eine Demonstration zur farbigen Schnipselcollage:

Schätze sammeln

Sammle weiterhin Bilder und Textschnipsel, die dich ansprechen.
Bei mir sind schon Burgen, Bäume, Füße und Gesichter auf dem Schnipselhaufen gelandet. Wir werden sie später für Collagen und Schnipselpoesie brauchen.

 

Mut erforschen

 

Auch für diese Woche habe ich ein paar Fragen, die mir in den Sinn gekommen sind, die ich an dich weitergebe zum Hineinspüren. 

Gewiss gibt es in deinem Leben Situationen, wo du bereits mutig warst. Wo du auf deine Stimme gehört hast, Verantwortung übernommen oder abgegeben hast, wo du etwas trotzdem getan hast, wo du eben mutig warst.

 

Vielleicht fallen dir ein paar dieser Situationen ein. Schreibe sie auf. Das können kurze Stichpunkte sein oder eine Mindmap, wenn du magst sogar eine Erinnerungsgeschichte.

 

Wie hat es sich angefühlt? Hattest du Angst? Warst du aufgeregt? Warst du schnell mutig, weil es die Situation erfordert hat oder war es ein langsam und durchdachter Mut?

Notizen aus unserem zweiten Treffen

Ich habe meinen Sohn (8) gefragt, was Mut ist:

“Mutig ist, wenn man sich was traut, was man normalerweise nicht macht.”

Als mutige Zeichenaufgabe gibt es etwas ganz zartes. Eine Blüte. Beobachte, was die Aufgabe mit dir macht. Kannst du dich darauf einlassen? Macht es dich wütend? Traust du dich, einfach nicht mitzumachen? Oder was ganz anderes?

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